Benützung

Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien sind öffentlich und jedermann zu Studienzwecken zugängliche Privatsammlungen.

Dabei behält sich die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ausdrücklich alle ihre Eigentums- und die daraus resultierenden Verwertungsrechte vor. In begründeten Fällen können zu einzelnen Bestandsobjekten eingeschränkte Nutzungsrechte für konkrete Publikations-, Aufführungs-, Ausstellungs- oder sonstige Nutzungs- bzw. Verwertungsvorhaben erworben werden.

Archiv und Bibliothek sind nicht der internationalen Fernleihe angeschlossen. Alle Materialien können nur im Lesesaal eingesehen, nicht aber außer Haus entlehnt werden.
 
Öffnungszeiten des Studiensaales:
Oktober - Juni:
Montag, Mittwoch und Freitag
von 9.00 bis 13.00
 
Wegen der besonderen Situation der Covid-19-Pandemie gelten für den Studien-Saal in Entsprechung zu den Verordnungen der Österreichischen Bundesregierung folgende Schutzmaßnahmen:

  • Um den nötigen Sicherheitsabstand zu wahren, stehen nur 7 Arbeitsplätze an Studiertischen zur Verfügung. Diese werden nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung zugeteilt.
• Bitte melden Sie sich bei einem beabsichtigten Besuch des Studiensaals spätestens zwei Tage im Voraus per Mail (office@a-wgm.com) an und warten Sie die umgehende schriftliche Benachrichtigung ab, dass Ihnen ein Studienplatz zugeteilt werden konnte.
• Ohne vorherige Anmeldung ist der Besuch des Studiensaals nicht möglich.
• Der Fragebogen, der Ihnen im Studiensaal mit der Bitte um korrekte Antworten vorgelegt wird, wird nach vier Wochen vernichtet.
• Während Ihrer Anwesenheit im Studiensaal muss eine Schutzmaske getragen werden.
• Bitte verwenden Sie ausschließlich ihre persönlichen Schreibutensilien.
• Bitte verlassen Sie den Ihnen zugeteilten Platz nur, wenn es absolut notwendig ist.
• Bestellte Titel werden Ihnen von unseren Mitarbeitern zu Ihrem Platz gebracht und nach Abschluss der Benützung von Ihrem Platz wieder abgeholt.
• Bitte beachten Sie die inzwischen gewohnten Hygiene-Maßnahmen und die bekannten Sicherheitsabstände zu unseren Mitarbeitern wie zu anderen Besuchern des Studiensaals.

Vom 24. Dezember bis 6. Jänner sowie während der Karwoche ist der Lesesaal geschlossen.

Die Anfertigung von digitalen Arbeitskopien ist möglich. Sofern es sich nicht um Autographe handelt oder sofern nicht dadurch der Einband beschädigt würde, können auch Fotokopien angefertigt werden. Digitale Arbeitskopien und Fotokopien dürfen nur für persönliche Studienzwecke verwendet und nicht an Dritte weitergegeben werden. Die Benützer erhalten die erbetenen digitalen Arbeitskopien und Fotokopien nach der Ausfertigung der üblichen Verpflichtungserklärungen, die von uns zugesandt werden.

Geschlossene Teilbestände - wie etwa Nachlässe, komplette Überlieferungsbestände, Provenienzgruppen, Klassen oder dergleichen - können allerdings nicht komplett gescannt oder kopiert werden.

Ferner ist die Anfertigung von Reproduktionsvorlagen in allen Techniken (Digitalisate, Papierausdrucke) in jeder gewünschten Größe und Ausführung möglich.

Den Benützern ist es nicht gestattet, Archiv- oder Bibliotheksbestände zu fotografieren.

Um ihre Bestände auch über die Benützung im Studiensaal hinaus Interessenten zugänglich zu machen, zeigt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien regelmäßig im Ausstellungssaal ihres Hauses Ausstellungen. Auf der Grundlage ihrer Entlehnbedingungen stellt sie auch Leihgaben für internationale Ausstellungsprojekte bzw. komplette Ausstellungen zur Präsentation zur Verfügung.

Die Katalogisierung der Bestände ist in folgende Bereiche gegliedert:

Musikdrucke und Musikmanuskripte
Musikdrucke des 16. und 17. Jahrhunderts
Taschenpartituren
Musikliteratur
Libretti
Verlags- und Antiquariatskataloge
Portraits, Musik- und Instrumentendarstellungen
Medaillen, Reliefs, Büsten
Musikinstrumente

Die Musikliteratur ist in Form eines Kreuzkataloges aufgenommen.

Libretti können im Katalog nach Komponisten, Librettisten, Werktiteln, Aufführungs- und Druckorten gesucht werden.

Musik- und Briefautographe sowie musikalische Erinnerungsgegenstände sind in internen Inventaren verzeichnet. Alle Auskünfte dazu sind über die Mitarbeiter zu erhalten. Musikautographe namhafter Komponisten sind aus konservatorischen Gründen primär in Mikrofilmaufnahmen einzusehen.

Die Programmzettelsammlung ist komplett verfilmt und daher in Mikrofilmen einzusehen.

Die Notenbestände sind nach Klassen aufgestellt und der Katalog nach diesen angelegt. Innerhalb eines Komponisten sind die Katalogkarten nach Klassen und innerhalb dieser nach Opus- oder Werkverzeichnisnummern geordnet; fehlen diese, so folgt die Ordnung innerhalb der Klassen numerisch den Signaturen.

Die Signaturen sind aus einer römischen Ziffer (Klassenzuweisung) und einer arabischen Ziffer (Einlauf- und Inventarnummer) zusammengesetzt. Für einen Teil der Bestände gibt es auch eigene Standortsignaturen (erkenntlich an der Kombination von Q oder H mit arabischen Ziffern).

Die 17 Klassen sind wie folgt gegliedert:
 
I Geistliche Musik
II Musikdrucke des 16. und 17. Jahrhunderts
III Oratorien, Kantaten und größere Vokalwerke verschiedener Art
IV Oper, Melodram
V Chormusik
VI Lieder und mehrstimmige Gesänge, mit und ohne Begleitung
VII Musik für Tasteninstrumente (Klavier, Cembalo, Orgel), solistisch und konzertant (keine Kammermusik)
VIII Musik für Blasinstrumente (Harmoniemusik), Konzerte für Blasinstrumente
IX Streicherkammermusik und Konzerte für Streichinstrumente
X Werke für Harfe, Gitarre, Zither, Laute, Mandoline, Harmonika, Glockenspiel (auch mit anderen Instrumenten, auch Konzerte)
XI Gemischte Kammermusikbesetzung (Tasteninstrumente, Streichinstrumente, Blasinstrumente)
XII Ouverturen
XIII Symphonien und verschiedene Orchesterwerke, die nicht in anderen Klassen vertreten sind
XIV Ballettmusik
XV Tanzmusik
XVI Militärmusik
XVII Gesamtausgaben und musikalische Anthologien

Instrumental- und Vokalschulen, Beispielsammlungen, Gesangbücher und Tabulaturen sind unter den Buchbeständen katalogisiert.