Veranstaltungen

können wir jetzt infolge der COVID-19-Pandemie nicht ankündigen. Alle unsere geplanten Ausstellungen und Führungen, unsere wissenschaftlichen Vorträge und Kongress-Kooperationen, unsere Veranstaltungen für den Verein der Freunde des Archivs und andere Zielgruppen, unsere ansonst üblichen populärwissenschaftlichen Aktivitäten, Archivpräsentationen und Einführungen für Kinder bzw. Schulklassen mussten abgesagt werden. Der Tag der offenen Tür im Musikverein, zu dem wir an vier Veranstaltungsorten mit 23 Programmen beigetragen haben, konnte am 29. Februar gerade noch stattfinden. Abzusagen waren auch etliche internationale TV-Aufzeichnungen, weshalb wir im Moment in den Medien nur mit der trotz COVID-19 fortgesetzten Hörfunk-Sendung „Geschichten aus dem Archiv“ (radio klassik Stephansdom) präsent sind.
Anstelle der hier gewohnten Ankündigungen bieten wir Ihnen deshalb einen Rückblick auf unsere Aktivitäten zur – internationalen – öffentlichen Präsenz von Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien in der jüngsten Vergangenheit. Es sind fotografische Einblicke in verschiedenste Aktivitäten, bei weitem nicht umfassend und schon gar nicht vollständig. Dass dies alles nicht unsere Hauptaufgabe ist, sondern neben der eigentlichen Archiv- und Bibliotheksarbeit läuft, ist selbstverständlich. Aber es ist uns wichtig, lebendig zu sein, an die Öffentlichkeit zu gehen, und diese – von Wien bis Tokyo – an unseren Beständen und an unserer Arbeit teilhaben zu lassen.

 
 

Benützer arbeiten in unserem Studiensaal
Unsere Hauptaufgaben: Interne archivarische, bibliothekarische und museale Arbeiten,
Administration, Korrespondenz und schriftliche wie persönliche Benützerbetreuung

 
 
 
 
Seit 1982 zeigen wir regelmäßig Ausstellungen ausschließlich aus eigenen Beständen in Japan, in Tokyo wie in anderen Städten. In den Ausstellungen halten wir Führungen wie Vorträge. Im Rahmen unserer letzten Ausstellung im November 2019 (Suntory Hall, Tokyo) hielten Prof. Dr. Otto Biba und Prof. Dr. Ingrid Fuchs vier Vorträge über Themen aus dem Archiv in der Ausstellung und zwei Gastvorträge an der Yokohama National University.

 

   

Archivpraktikum für Studierende des Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien.
Archivdirektor Prof. Dr. Otto Biba arbeitet mit den Studenten und interpretiert ausgewählte Bestände.
Dieses Archivpraktikum wird im Wechsel mit anderen Lehrveranstaltungen regelmäßig angesetzt.
 
 


In der Regel zweimal jährlich führen wir (im Bild die stellvertretende Archivdirektorin Prof. Dr. Ingrid Fuchs) Studenten ausgewählter japanischer Universitäten in Themen aus Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ein. Der Steinerne Saal verwandelt sich dafür in einen Hörsaal oder in einen Seminarraum.
So genannte Archiv-Präsentationen gibt es in guter Tradition auch für Studenten der Musikwissenschaft europäischer und US-amerikanischer Universitäten, wenn sie zu Exkursionen nach Wien kommen. Sie umfassen allgemeine Einführungen und Einblicke in die vorhandenen Materialien zu einem bestimmten Thema, zeigen aber auch die verschiedensten Nutzungsmöglichkeiten unserer reichen Bestände auf.
 
 

   

Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien war und ist immer auch für die Wissenschaft engagiert. So hat sie in den späten 1920er Jahren die alte Brahms-Gesamtausgabe herausgegeben und  in den späten 1970er Jahren eine neue Brahms-Gesamtausgabe initiiert, bei der sie Mit-Herausgeberin ist. Die Edition nimmt einen sehr guten, viel beachteten Fortgang. Die Zusammenarbeit mit der für die Edition eingerichteten Forschungsstelle am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Kiel ist hervorragend. Alle Brahms-Quellen unseres Archivs werden in die Ausgabe eingebracht. Zuletzt erschien 2019 der Band mit den beiden Streichquintetten und dem Klarinettenquintett. - Ein Beispiel für die von der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gepflegten Beziehungen in die musikwissenschaftliche Welt.

 


​© Dieter Nagl

 


© Dieter Nagl

 

© Dieter Nagl

 

   

© Dieter Nagl


Präsentation der Archiv- und Sammlungsbestände für Kinder (und teilweise auch ihre Eltern)

 

© Dieter Nagl
 

 

© Dieter Nagl
 

© Dieter Nagl

 

© Dieter Nagl

 
Prof. Dr. Otto Biba und Prof. Dr. Ingrid Fuchs, der Archivdirektor und die Stellvertretende Archivdirektorin, präsentieren und erläutern im Zusammenhang mit Vorträgen oder Konzerten (oder auch als Einzelveranstaltung für spezielle Interessensgruppen) ausgewählte Bestände aus Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
 

 

 

 

 

 

© Wolf-Dieter Grabner

 

​© Barbara Frommann


Prof. Dr. Ingrid Fuchs und Prof. Dr. Otto Biba führen durch unsere Ausstellungen.
Oben Presseführung in Tokyo, Mitte im Mozarthaus Vienna, Unten im Ausstellungssaal des Musikvereins sowie im Stadtmuseum (Moritz Arndt-Haus) in Bonn
 

 

Dr. Michael Struck vom Forschungszentrum der Johannes Brahms Gesamtausgabe am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Kiel bei der Übergabe des Autographs der Orgelfuge as-Moll WoO 8 von Johannes Brahms an Prof. Dr. Otto Biba und Prof. Dr. Ingrid Fuchs. Er war der Vermittler, daß wir das Autograph (rechts die letzte Seite) für die Brahms-Sammlung unseres Archivs aus Privatbesitz ankaufen konnten. Die Verkäuferin hat ihn  gebeten, die Handschrift zu überbringen. Bei uns ist es üblich, Geschenke oder Erwerbungen aus Privatbesitz mit einer kleinen symbolhaften Feier in das Archiv aufzunehmen.

 

 

 


© Marianne Feiler


Unser Zyklus „Nun klingen sie wieder“: Malcolm Bilson und Otto Biba bei einer Probe im Brahms-Saal. Otto Biba bei der Moderation eines Konzerts im Gläsernen Saal.

 

   

Präsentation der für die Konzerte „Nun klingen sie wieder“ verwendeten Quellen aus dem Archiv in den Pausen der Konzerte durch die stellvertretende Archivdirektorin Prof. Dr. Ingrid Fuchs im Brahms-Saal.

 

 

Eine enge wissenschaftliche Beziehung verbindet uns seit Jahren mit dem Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck und seinem Leiter, Prof. Dr. Wolfgang Sandberger. Die jüngsten der bereits vielen gemeinsam realisierten Projekte:
Eine Ausstellung zum Thema „Johannes Brahms und Frankreich“; eine von deren drei Kuratoren war Prof. Dr. Ingrid Fuchs. Im begleitenden Symposium referierte sie über „Brahms und Frankreich: Aspekte einer Beziehung“. Die Druckfassung ist in der Begleitpublikation enthalten.
Eine Ausstellung zum Thema „‘Auf Bachs Wegen wandeln‘. Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms“; einer der drei Kuratoren war Prof. Dr. Otto Biba. In der Begleitpublikation schrieb er ausführlich über: „Wirklich ‚exklusic‘? Zu den Bach-Aufführungen von Johannes Brahms im Wiener Kontext“
Mit beiden Projekten haben wir Neuland betreten, weshalb wir auch allen Musikinteressierten beide Publikationen empfehlen. Brahms und Frankreich scheint für viele kein wichtiges Thema, sondern eher ein ungeliebter Gegensatz zu sein.  Auch das starke Interesse von Brahms an Bach bzw. die starke Präsenz von Bach im Wiener Musikleben seiner Zeit (und schon davor) entspricht nicht den Klischeebildern der Bach-Rezeption oder der Brahms’schen Beethoven-Nachfolge. So kommt Neues aus dem Archiv zu den Musikfreunden.

 

 
 
Anlässlich des 150jährigen Bestandes des Wiener Opernhauses wurde über Ersuchen der Wiener Staatsoper von einem Team namhafter Wissenschaftler ein zweibändiges Standardwerk über die Wiener Oper bzw. die Oper in Wien erarbeitet, das 2019 erschienen ist. Unser Archivdirektor Prof. Dr. Otto Biba war gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Herbert Seifert der Herausgeber des ersten Bandes. Für den ersten wie für den zweiten Band hat er Artikel beigesteuert. Abbildungen aus Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien illustrieren beide Bände. Zur Kooperation mit der Wiener Staatsoper für dieses wissenschaftliche Jubiläumsprojekt kam es aufgrund unseret reichen Materialien zur Operngeschichte.


Auf eine Bilddokumentation der regelmäßigen Präsentation unserer Bestände in internationalen TV-Programmen – zuletzt vor allem im Pausenprogramm von NHK Tokyo bei der Übertragung des Neujahrskonzerts – sei hier verzichtet. Sie sind Sonderformen unserer laufend verfolgten Öffentlichkeitsarbeit. Unsere Unterstützung für namhafte Interpreten oder die Besuche prominenter Staatsgäste, die das Kennenlernen einiger unserer Schätze auf ihr Besuchsprogramm setzen lassen, betrachten wir als selbstverständlichen, aber stillen Dienst, mit dem wir uns nicht brüsten wollen. Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien sind für „Kenner und Liebhaber“ weltweit ein Begriff; diesem gerecht zu werden, sind wir jeden Tag gefordert.
Deshalb sind vielfältige Veranstaltungen für eine breite internationale Öffentlichkeit, von denen wir noch mehr pflegen, als hier beispielhaft aus der jüngsten Vergangenheit dokumentiert werden kann, freilich nur ein Additivum zu den eigentlichen Tätigkeiten, welche die angestammten Zielgruppen von einem Archiv, von einer Bibliothek oder von einer wissenschaftlichen Sammlung erwarten. Wir bemühen uns, unserer Aufgabe als wissenschaftlicher und musikalischer Dienstleistungsbetrieb bestmöglich nachzukommen. Das vielfache dankbare Feedback ist uns Ansporn für die Fortsetzung aller unserer Arbeiten nach der COVID-19-Pandemie.

Abonnementkonzerte "Nun klingen Sie wieder"

Vorträge und Kongresse

2020